Dieses Zitat von Oscar Wilde ist einfach nur mehr als wahr.
Ich muss diesen Text endlich mal loswerden, ihr werdet das Thema vielleicht als total banal ansehen, aber ich tue es nicht...
Kennt ihr das Gefühl, das wenn ihr durch die Stadt spaziert euch alle anstarren? Viele werden sich wahrscheinlich einbilden, von der Masse gemustert zu werden. Doch ich bin mittlerweile an dem Punkt wo ich weiß, dass ich mir das nicht einbilde. Und das, weil ich Overknee-Strümpfe trage. Oder einen Hut. Und in High Heels ist sowieso alles vorbei.
Ich muss gestehen, ich wohne in der Nähe einer "nur" mittelgroßen Stadt, Bonn. Aber dass man sich in die Bahn setzt, mit einem Hut auf dem Kopf, den sich jeder bei H&M kaufen könnte, und erstmal für fünf Minuten mindestens vier Augenpaare an dem Hut kleben hat - das finde ich nicht normal. Ich kann doch tragen was ich will, und wenn ich mich von der Masse abhebe - spricht das nicht für mich? Zeigt das nicht, das ich selbstsicher bin und mich selbst verwirkliche?
Leider ist mir das besonders in der Uni aufgefallen. Ich studiere kein außergewöhnlich kreatives Fach...das heißt für mich aber nicht, dass ich meiner Kreativität keinen freien Lauf lassen darf. Als ich letztens Overknee-Strümpfe über einer Totenkopf-Strumpfhose mit Wedges getragen habe, waren mir zahlreiche skeptische, sogar abwertende Blicke sicher. Sie stammten von Kommilitonen, die sich vor dem Institut auf der Wiese sonnten - allesamt in T-Shirt, Jeans und Chucks. Eine Art Uniform, die fast alle tragen - es ist nichts besonderes, aber wenn sie sich darin wohlfühlen, ist es doch umso besser. Nicht dass ich sowas nicht auch manchmal trage - ich bin eben nur wandelbarer, kleide mich nach Lust und Laune.
Im Internet lese ich eifrig Blogs und bewundere die Bloggerinnen, die sich selbst verwirklichen, die tragen was sie wollen und in bunter Kleidung und Heels durch New York stöckeln - dort scheint es normal zu sein, man selbst zu sein. Doch hier, in unseren kleinen Städten und kleinen Dörfern, scheint es Trend zu sein sich nicht von der Masse abzuheben, bloß nicht. Man könnte ja auffallen.
Für meinen Teil muss ich sagen, dass ich jeden akzeptiere wie er ist und rumläuft. Man kennt den wahren Charakter eines fremden Menschen nicht und dieser spiegelt sich eben auch nicht in dem wieder was man trägt - nur weil ich mich anders kleide, bin ich weder arrogant noch anders oder unnormal. Und das sollten vor allem meine Mitstudenten verstehen - oder überhaupt alle Leute, die auf diesem Gebiet scheinbar intolerant sind.
Mit diesem Text will ich niemanden angreifen, sondern eher die Message rüber bringen: seid ihr selbst - und lasst euch von nichts und niemandem verändern. Nur weil eure Freunde ausschließlich Hollister tragen, müsst ihr das nicht auch tun. Sie lieben euch schließlich nicht für das was ihr liebt, sondern für eure Art und euren Charakter. Und denkt dran - wenn die Leute auf euch schauen, seid nicht unsicher, wahrscheinlich schauen sie euch bewundernd an - so erkläre ich mir das mittlerweile jedenfalls immer!
Das wollte ich einfach mal loswerden, ich hoffe jemand macht sich die Mühe und liest den Text! :)
Und wenn ihr mir nachempfinden könnt oder eure eigene Meinung dazu habt, könnt ihr gerne einen Kommentar hinterlassen.
Habt einen tollen Samstag!
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